Die RainbowHikers waren wandern:
Brandenburg (TF, PM) – Von Großbeeren nach TeltowDie Tour war am 2. Februar 2025
Wanderleiter: Cornell Paasche
Der Link zur Tour bei
Komoot.Wanderstrecke: etwa 17,2 Kilometer
Teilnehmer inkl. WL: 14
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Die RainbowHikers (rainbowhikers.de) hatten wieder zu einer Wanderung eingeladen und dreizehn Wanderinnen und Wanderer folgen heute Cornell.
Wir starten unsere Tour kurz nach zehn Uhr am Haltepunkt Großbeeren (RE3) an der Anhaltiner Bahn und laufen auf recht unromantischen Asphaltwegen über die B101 in den Ort. Vorbei an der Wasserskianlage kommen wir zur Bülowpyramide, die zum Gedenken an die Schlacht von 1813 am Rande des ehemaligen Schlachtfeldes errichtet wurde. Hier wurden die napoleonischen Truppen besiegt und dadurch die Besetzung Berlins durch die französischen Truppen verhindert. Jedes Jahr im August wird die Schlacht zur Erinnerung nachgestellt. Ein Stück weiter finden wir die Gedenkstätte für das Zwangsarbeiterlager aus dem Zweiten Weltkrieg.
Am Küsterteich gelangen wir in die Siedlung am Stadtrand und wir laufen durch die Siedlung zur Otfried-Preußler-Schule an der Berliner Straße. Gleich nebenan steht die Schinkelkirche und davor befindet sich ein Obelisk zur Erinnerung an die Gefallenen von 1813. Durch die Dorfaue laufen wir, vorbei am Rathaus, zum Wahrzeichen Großbeerens, dem Gedenkturm, der 1913, hundert Jahre nach der Schlacht errichtet wurde.
Durch die Trebbiner Straße erreichen wir ein weiteres Denkmal, das zur Erinnerung an die Rieselfelder errichtet wurde. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurden hier die Berliner Abwasser verrieselt. Das Land wurde teilweise zum Obst- und Gemüseanbau genutzt. Nach der erneuten Überquerung der B101 passieren wir noch einmal den Haltepunkt Großbeeren. An der stark befahrenen Landstraße L10 entlang gelangen wir zum Lidl-Logistikzentrum. Hier entstand in den Neunzigerjahren ein riesiges Gewerbegebiet mit großen Lagerhallen und einem eigenen Umschlagbahnhof direkt an der Anhaltiner Bahn.
Durch eine schöne Obstbaumallee kommen wir zum Hof Bernadotte Ruhlsdorf und nebenan zum ehemaligen Gutsfriedhof Ruhlsdorf, der inzwischen etwas verwildert ist. Ein Einheimischer, der zufällig ebenfalls auf dem Friedhof ankommt, erzählt uns etwas zur Geschichte. Da man nicht mehr über den Hof Bernadotte kommt, müssen wir auf einem Umweg in den Ort Ruhlsdorf laufen. Am Röthepfuhl machen wir eine kleine Pause. Nebenan steht die Schule am Röthepfuhl heute am Sonntag sehr verlassen da.
An den Buschwiesen entlang erreichen wir dann die Altstadt von Teltow. Wir passieren das Heimatmuseum im ältesten Haus der Stadt und laufen zum Markt mit den beiden Rathäusern. Hier steht auch ein Denkmal für Landrat von Stubenrauch, der den Bau des Teltowkanals initiiert hatte. Gleich nebenan finden wir die Andreaskirche, das Wahrzeichen der Stadt.
Ziel sollte heute eine Einkehr im Café „Dreikäsehoch“ in der Berliner Straße sein. Leider war das Lokal bis auf den letzten Platz besetzt, so dass 14 müde Wanderer keinen Platz mehr finden. So machen wir uns enttäuscht auf den Weg zum S-Bahnhof Teltow-Stadt (S25, S26), den wir gegen 15.10 Uhr erreichen. Von hier bringt uns die S26 wieder zurück nach Berlin.
Es war wieder eine sehr informative Tour. Besonders Großbeeren war sehr interessant. Auch das Wetter war akzeptabel, teilweise schien sogar die Sonne. Und durch den fehlenden Wind spürte man kaum, dass es nur vier Grad waren.
Vielen Dank an Cornell für die schöne Wanderung.
